Strasser Wolfgang Kugelhofstraße 3 5020 Salzburg Hl. Johannes der Täufer

Die insgesamt 290 cm hohe Gipsfigur mit Holzstab war teilweise beschädigt und stark verschmutzt. Die Skulptur trägt zwei Fassungen. Die Erstfassung war braun und könnte eine Holzimitation dargestellt haben. Die aktuelle Zweitfassung ist eine weiße Ölfassung, wohl als Steinimitation gedacht und trägt einen dünnen Harzfirnis. Größere Kittungen am hinten weggebrochenen Sockel wurden mit Gips und Spachtelgips und mit Ponalwasser vorgenommen, kleine schlüssige Klebungen wurden mit Ponal ausgeführt. Für die Armierungen wurde im Sockel an der Innenseite umlaufend ein Nirostastäbchen eingelegt. An der Standfläche wurde eine ringförmig ausgeschnittenen 7 mm starke Polyethylenplatte angeschraubt, damit die Skulptur ohne Gefahr gekippt werden konnte. Der rechte Arm wurde erst am neuen Standort im neuen Stiegenhaus der Stiftsbibliothek angesetzt. Der Zapfen wurde nicht verklebt, sondern nur die Ränder der Ansatzstelle, damit der Arm bei einer späteren Transportmaßnahme ohne größere Schäden wieder abgenommen werden kann. Die durch Querschwund entstandenen Spalten am Sockel wurden mit Nadelholz ausgespant und zwei fehlende Ziernägel ergänzt. Bei der Reinigung der ölgefassten Oberflächen wurde darauf geachtet, Den Firnis als vermutlich originaler Bestandteil der zu konservierenden Zweitfassung zu erhalten. Die Reinigung war sehr zeitintensiv, der Schmutz konnte nur langsam gelöst werden. Zu starke Mittel hätten den Firnis abgelöst und damit die Ölfarboberfläche freigelegt und gefährdet. Dann wäre ein neuerlicher Schutzüberzug notwendig geworden. Retuschen wurden in reversibler Künstleracrylfarbe ausgeführt und mit Schminke-Acrylfirnissen an den Glanzgrad der übrigen Oberflächen angepasst.

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SW 270309

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