2008_rainer1Rainer Holzbau GmbH & Co. KG St. Andrä-Straße 2 5660 Taxenbach Brücke für Steganlage Kitzlochklamm Aufgrund vereinzelter, komplexer geologischer Bodenverhältnisse hat sich der Auftraggeber dazu entschieden, einen Teil der Steganlagen der Kitzlochklamm auf das linke Ufer der Rauriser Ache zu verlegen. Dies erforderte ein Brückenbauwerk unter schwierigsten Gegebenheiten. Die statischen Aufgaben

schienen lösbar. So wurde der Brückenlauf geknickt, um die aus dem Föntal Rauris in der Klammschlucht anwirkenden Windkräfte als liegendes Dreieck auf die Widerlager hin abzuleiten. Des Weiteren wurde das Mittelauflager als doppelte, räumliche V-Stütze ausgebildet. Dadurch konnten die konstruktiven Brückenläufe im Mittelfeld durch den sich hier ergebenden Kragarm einer ausreichenden Dimensionierung zugeführt werden. Dies war besonders aus wirtschaftlichen Zwängen unumgänglich. Brückenbelag und Geländer wurden durch eine Dichtebene vom Tragwerk getrennt und gewährt dies, neben dem verwendeten Lärchenholz, eine hohe Lebensdauer bei gleichzeitig minimalen Erhaltungs- und Betreuungsaufwendungen. Das Brückenbauwerk wird rechtsuferig über den Kitzlochstollen erschlossen und linksuferig über einen ebenfalls in Lärchenholz belegten Hangsteg weitergeführt. Auch hier sind die Absturzsicherungen bzw. die Geländer in Lärchenholz ausgeführt. Der besondere holzbautechnische bzw. handwerkliche Aufwand liegt letztendlich in der Bearbeitung der bis zu 12 m langen Rundstämme, deren Eigenheit ist, dass sie über keine geraden (Abbund-) Kanten verfügen und nur von einer theoretischen Stabachse aus abgebunden werden können. Trotz dieser Schwierigkeit müssen Schlitzbleche, Eisenteile und Fußgelenke passgenau angearbeitet werden zumal in diesen Bereichen die höchsten Lasten mit minimalen Schlupf abzuleiten sind.

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Bericht SW

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