2007_reindl1Reindl-Kältetechnik GmbH Lerchenstraße 119 5023 Salzburg-Gnigl Kälteanlage Brauhaus Brauerei Sigl, Obertrum Die Brauanlage dient

dazu, aus der im bestehenden Sudhaus hergestellten und gekühlten Bierwürze abfüllreifes Bier zu erzeugen, welches dann in den bestehenden Abfüllanlagen auf Kegfässer und Flaschen abgefüllt wird. Für diese Anlage wurde eine Kälteanlage im Keller des neuen Brauhauses errichtet, mit einer Gesamtkälteleistung von 150.000 W. Ausgeführt wurde eine Verbund-Verdichteranlage mit Sicherheitskältemittel R404a. In diesem Glykolsatz wird ein Glykolwasserkreislauf auf -3 °C abgekühlt, der die Kälteverbraucher versorgt. An Kälteverbrauchern werden angeschlossen:  Ein Glykolwasserkühler zur Abkühlung des als Kälteträger verwendeten Glykolwassers, mit dem im Kreislauf die mit Kühltaschen versehenen Gärtanks und Hefetanks gekühlt werden.  Die Raumkühlung des neuen Drucktankraumes erfolgt mittels glykolwasserbeschickter Deckenluftkühler. Zur Abführung der überschüssigen Wärmemenge kommt ein Verflüssiger zur Aufstellung, in dem das überhitzte Gas aus den Kompressoren mittels Wasser aus dem hauseigenen Brunnen abgekühlt wird. Diese Abkühlung erfolgt aufgrund des Salzburger Wasserschutzgesetzes mit doppelwandigen Sicherheitswärmetauschern um bei eventuellen Leckagen ein Austreten von Kältemaschinenöl in den Ablaufbrunnen und somit in die vorbeiführende Mattig zu verhindern. Es war Vorgabe der Behörden, dass die austretende Kühlwassertemperatur maximal + 25 °C betragen darf. Zusätzlich wird die meiste abgeführte Wärmeenergie aus den Tanks mittels Wärmerückgewinnung in einen Pufferboiler gespeichert. Dieses erwärmte Wasser wird wiederum für Produktionsprozesse verwendet. Die Verteilung des Glykolgemisches erfolgt aus den Glykolpufferspeicher heraus mit einer frequenzgeregelten Doppelpumpe, die druckgesteuert die nötige Glykolmenge in die Kreisläufe pumpt. Die Steuerung der Anlage erfolgt über einen vom eigenen Verteilerbau gebauten Schaltverteiler mittels vollelektronischer Regelung für die Verdichter und die Pumpen. Sämtliche Betriebszustände, eventuelle Störungen und verschiedene Prozesstemperaturen werden an die bestehende Leitzentrale digital übergeben. Die Maschinenteile wurden in der Werkstätte teilweise vorgefertigt, und danach vor Ort zusammengebaut. Die Verrohrung sowie die gesamte elektrische Verkabelung wurden durch die Firma Reindl durchgeführt. Im Rahmen der Inbetriebnahme im August 2006 wurde die Kälteanlage unter Vakuum und Hochdruck auf Dichtheit geprüft, und danach Kältemittel und Glykol gefüllt. Die Anlage läuft nun vollautomatisch.

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