2006_kutil4Kutil Erich Manfred Alte Bundesstraße 30 5500 Bischofshofen Himmelsscheine von Nebra Die Himmelsscheibe von Nebra ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde der letzten hundert Jahre. Sie hat nicht nur Bedeutung für die Archäologie, sondern auch für die Frühgeschichte der Astronomie und Religion. Es handelt sich um die älteste, weltweit bekannte konkrete Darstellung des Sternenhimmels sowie astronomischer

Phänomene und wurde 1999 auf dem Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt gefunden. Der Herausforderung eines Nachbaus dieses Jahrtausende alten Sensationsfundes stellte sich Malermeister Erich Kutil aus Bischofshofen. Eine Bronzescheibe im Durchmesser von 320 mm wurde in Form geschnitten und geschmiedet. Die Applikationen (Sonne, Mond, Sterne und Horizontbögen) wurden aus 14-karätigem Goldblech in einer ca. 4000 Jahre alten Technik (Tauschiertechnik) lose eingelegt und verhämmert. Diese sehr aufwändige, in Vergessenheit geratene Arbeitsmethode musste erst durch einige Vorversuche neu erlernt werden, um eine einwandfreie, dem Original entsprechende Technik zu entwickeln. Die Patina wurde mit Salzsäure erzielt. Um dem Erscheinungsbild der Originalscheibe möglichst nahe zu kommen, war es nötig, feinste Strukturen in mühevoller Arbeit nachzumodellieren und farblich anzupassen. Die Nachbildung wird in der Salzburger Volkssternwarte am Voggenberg bei Bergheim öffentlich auf Dauer ausgestellt.

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