2006_mertel3Mertel Friedrich Neuhauser Straße 32 5023 Salzburg-Gnigl Restaurierung eines Claviorganums Bei dem zu restaurierenden Instrument handelt es sich um die Kombination eines Cembalos mit einem Orgelpositiv. Es stammt vom Orgelbauer Valentin Zeiß aus dem Jahr 1639 und befindet sich im Museum Carolino Augusteum. Der teilweise sehr starke Holzwurmfraß konnte im Rahmen einer früheren Restaurierung gestoppt

werden, lediglich die Schäden am Holz sind noch vorhanden. Das Orgelwerk präsentierte sich vor Beginn der Arbeiten in nicht spielbarem Zustand, der großteils durch die geringe Luftfeuchtigkeit am Standort hervorgerufen wurde. Bedingt durch diese und andere Umstände traten an dem Instrument Schäden und Risse an den Holzteilen auf, die zu undichten Stellen an Bälgen und Windlade führten. Das Pfeifenwerk zeigte sich teilweise schadhaft und besonders die Stimmvorrichtungen waren durch unsachgemäße Behandlung stark beschädigt. Die Lederteile an den Keilbälgen waren brüchig oder hart geworden, sodass diese nicht mehr betätigt werden konnten. Die Dichtungen an Schleifen, Ventilen und Spunddeckel waren ebenfalls schadhaft. Das Instrument wurde in die Werkstatt gebracht und nach dem sorgfältigen Zerlegen erhielten die einzelnen teile eine gründliche Reinigung mit der für jedes Material geeigneten Technik. Bei allen Reparaturarbeiten wurden die zur Zeit des Baus des Instruments üblichen Materialien und handwerklichen Techniken verwendet. Im Rahmen der Restaurierung wurden unter anderem die Windlade, die Spielanlage, das Pfeifenwerk, die Windanlage sowie das Gehäuse repariert und restauriert sowie kaputte und schadhafte Teile erneuert. Bei der Intonation der Pfeifen war man bestrebt, durch Rückführen von Veränderungen an Kernen, Labien und Fußöffnungen das ursprüngliche Klangbild weitestgehend wiederherzustellen.

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