2005_schauer1Schauer-Sachs Turmuhren u. Läuteanlagen GmbH Mauermannstraße 2 5020 Salzburg Restaurierung der Turmuhr- und Glockenanlage im Salzburger Rathaus Im Zuge der Sanierungsarbeiten am Salzburger Rathaus sollte auch der Rathausturm mit der vorhandenen Turmuhr samt Schlagwerk sowie der zwei vorhandenen Glocken restauriert werden. Zusätzlich sollte eine dritte Glocke angeschafft werden,

damit wieder der ursprüngliche Zustand hergestellt wird.   Turmuhr: Die Zeiger der Rathausuhr sowie das Schlagwerk wurden seit ca. 30 Jahren mit einem elektri- schen Antrieb betrieben, obwohl am Turm ein sehr wertvolles mechanisches Turmuhrwerk steht. Obwohl die Uhr schon lange still stand und verdreckt und verstaubt war, weiters diverse Lager, Zapfen, Triebe und Zahnräder ausgelaufen waren, funktionierte das Werk auf Anhieb. Weiters hat diese Uhr eine Besonderheit und zwar eine Mondphasenanzeige, die in der Turm- fassade integriert ist. Die bestehenden Zifferblätter waren soweit in Ordnung, mussten jedoch etwas umgebaut und neu lackiert werden. Die Zeiger waren jedoch so stark verrostet, dass nur mehr eine Erneuerung in Frage kam. Sämtliche Transmissionen, Zeigerwerke und das Kegelräderwerk wurden restauriert. Weiters wurde ein elektrischer Uhraufzug eingebaut, ohne die Ursprünglichkeit der Uhr zu beeinflussen.   Glockenanlage: Die zwei vorhandenen, historisch sehr wertvollen Bronzeglocken waren nur notdürftig zum Teil im Glockenstuhl und zum Teil nur im Schallfenster montiert. Bei der kleineren Glocke fehlte der Klöppel, weiters waren die Glockenseile nicht mehr vorhanden. Der bestehende Glockenstuhl war zum Teil stark vermorscht sowie in den Verbindungen und Verzapfungen sehr labil und locker. Aus Chroniken konnte entnommen werden, dass es einmal drei Glocken am Turm gegeben hat. Um der denkmalschützerischen Aufgabe nachzukommen, wurde ein Konzept zur Glockenstuhlsanierung erarbeitet, in dem der bestehende Glockenstuhl erhalten bleibt und die dritte, neu angeschaffte Glocke zusätzlich verhängt werden kann. Weiters mussten die alten historischen Holzjoche samt Hängeeisen und Kopfbänder erhalten bleiben, die Glocken aber mit einem elektronischen Läutewerk ausgestattet werden, damit die Glocken auch wieder neben dem Viertel- und Stundenschlagen täglich hörbar sind.

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