Wallinger Blasius Gartenstraße 143 5440 Golling Steinmauer Für den Neubau eines Wohnhauses im Stil eines alten Bauernhauses, soll der Anbau eines "Weinkellers" mit einer Steinmauer vorgemauert werden. Der wichtigste Punkt war, nur heimisches Material zu verwenden. Die Entscheidung, nach Steinbemusterung, fiel auf St. Kolomaner Kalkstein. Es war auch wichtig, eine Mauerungsart zu nehmen, die früher üblich war. Man entschied sich für trocken geschlichtete Steine, die aber in Beton (früher heißer Kalkmörtel oder kalkhältiger feiner Sand) versetzt werden. Die Betonfuge kann teilweise sichtbar sein. Es war die Vorgabe, das Mauerwerk mit nur 16-18 cm starke Mauerungsdicke zu bewerkstelligen. Die Naturmauersteine setzen aber meistens eine Stärke von 25-30 cm voraus. Es mussten die Steine mit einer Spaltmaschine gespalten werden. Doch durch die Spaltung hatte die Vorderseite der Steine keine "alte" Wirkung. Mit händischer Nachbearbeitung und Hineinmischen von ausgesuchten Steinen, die verschiedenfärbig (bräunlich, weiß) und "naturgebrochen" waren, konnte der rustikale und "alte" Charakter der Steinverkleidung wieder hergestellt werden. Einige Details, Sturzüberlager und Fensterbänke, mussten noch durchdacht werden. Für die Sturzausbildung gab es früher mehrere Lösungen (Holzbalken, große Steine, aufgestellte Steine), hier wurde innenseitig bei der Eingangstüre ein großer langer "Sturzstein" zugeschnitten und versetzt, fensterseitig außen eine Sturzmauerung mit stehenden Steinen ausgewählt. Die Fensterbank wurde schräg mit händisch behauenen Steinen versetzt. Durch die gute Zusammenarbeit von Planung, Bauherrschaft und Professionisten ist hier eine gute Symbiose von altem Handwerk und neuer Technologie entstanden.

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SW 27.2.2009

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